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Saxophon Blätter – Die Qual der Wahl

Saxophon Blätter - Welche sind gut? Jeder Saxophonist kennt das Problem: Das Lieblingsblatt ist nach einigen Wochen nicht mehr ganz so flexibel.

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Saxophon Blätter – Welche sind gut?

Jeder Saxophonist kennt das Problem:

Das Lieblingsblatt ist nach einigen Wochen nicht mehr ganz so flexibel. Es klingt auf einmal sehr flach und die Intonation ist schwieriger geworden. Jetzt muss ein neues „bestes“ Blatt gefunden werden, und das ist leider oft schwieriger als gedacht.

Die Auswahl an Blättermarken ist riesig. Jede Menge verschiedener Hersteller konkurrieren auf dem Holzbläsermarkt mit den tollsten Blättern. Es wird „hand-selected“, „filed“, „double-cut“ und „moistured“. Oh je, was soll man denn da jetzt nehmen.

Ich persönlich probiere immer wieder neue Marken und Hersteller aus. Ich bin also nicht festgelegt auf eine bestimmte Blättermarke.

Dabei mache ich immer wieder positive Erfahrungen und finde neue „Lieblingsblätter“, zumindest temporär.

Ich habe euch im nachfolgenden Post eine kleine Sammlung an nützlichen Ratgebern zusammengestellt. Ich hoffe es hilft euch ein wenig bei eurer Suche nache dem perfekten Blatt und bei der Vorbereitung.

 

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Wie improvisiert man ein richtig interessantes Solo? Gibt es da einen Trick?

Jazz ist eine Sprache und man muss sie wie jede andere “Fremdsprache” immer wieder sprechen, um sie zu lernen. Wenn ich die Sprache lernen will, muss ich mich also ins Getümmel werfen und mit anderen Musikern spielen.

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Wie improvisiert man ein richtig interessantes Solo?

Dieser Artikel ist interessant für alle improvisierenden Amateur-Musiker, alle Semi-Profis und alle, die gerne in ihrer eigenen Band oder auf einer Jam-Session mal ein Solo zum Besten geben.

Im Laufe einer Musikerkarriere lernt man als Jazzmusiker viel theoretisches Zeug: Tonleitern in allen Tonarten, Stufen-Modi, Akkorde, Kadenzen, Blues-Licks und vieles andere. Man hofft, durch fleißiges Üben könne man dann irgendwann einmal das “perfekte Solo” spielen. Oder einfacher gesagt: Wenn ich das Jazz-Lick XY lange genug in allen Tonarten übe, werde ich es irgendwann in einem Solo “nutzen” können (Vielleicht…mmmh….Vielleicht auch nicht).

So ähnlich war das bei mir im Studium auch. Ich habe geübt und geübt und am Schluss versucht irgendwelche Phrasen und Licks an irgendeiner Stelle im Solo einzubauen.

Und was ist das Problem bei dieser Strategie?
Ganz einfach: Es funktioniert nicht!

Warum? Dazu unten mehr…

Auf die Idee zu diesem Artikel kam ich durch die Email-Nachricht einer meiner Online Saxophonschüler. Ich nenne ihn hier mal Robert (Der Name ist geändert).

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Hier ist die Email in leicht abgeänderter Form:

Hi Bernd,

ich weiß du kennst mich natürlich nur von den Mails, aber für alle Online-Schüler bist du nach ein paar Wochen wie ein alter Kumpel der in meinen Proberaum zu Besuch kommt. 😉

Ich habe zwar gemerkt, dass ich das Wesentliche schon wusste oder konnte. Das Problem ist eher das, was sicher viele Amateure haben …. strategisches Spiel.

Ich habe bisher bei meinen Impros immer alles an Tönen und Effekten in das Solo reingeworfen was geht und das ist meist zuviel und chaotisch. Ich dachte anfangs, das muss so sein.

Einmal sagte dann ein Profi, ich spiele gut, aber leider tutti frutti und das mache es kaputt und anstrengend. Ich war erstmal verwirrt.

Das wichtigste, was ich bei dir gelernt habe und eigentlich tief in mir schon wusste:
sparsam spielen und kleine Dinge gut rüberbringen.
Steigerung, Dynamik und ab und zu Effekte.

Dabei komme ich mit aber ständig „underdressed“ vor. Schwierig!

LG
Robert

Und hier meine Antwort:

Hi Robert,

Das ist sehr interessant, was du schreibst. Ich kann mich manchmal nicht gut in die Schüler hineinversetzen und wenn du sowas schreibst ist das für mich eine große Hilfe und ich kann sehr viel davon lernen. ich find das echt super.

Du schreibst, dass du immer alles an Tönen und Effekten in deine Soli packst und es dadurch schnell chaotisch wird, “tutti frutti”.

Ich kenn das genau. Man will vor den anderen Musikern glänzen und packt alle Werkzeuge aus, die man dabei hat. Man feuert quasi sofort alles ab, egal ob es irgendeinem etwas bringt oder nicht.

Ich hatte ganz lange (oder habe immer noch) das Problem, dass ich sehr sehr viele Noten spiele. Ich spiele alles voll. Wenn ich das mache, ist oft keine Dramaturgie drin. Es gibt keine Geschichte, keinen Spannungsbogen, keine Pointe.

Das Improvisieren oder Solieren kann man etwa mit einem Gespräch vergleichen. Einer redet, die anderen hören zu und und erwidern etwas zum Thema. Bei guten Jazz-Bands läuft das so. Bei schlechten Bands redet jeder Musiker, aber keiner hört dem anderen zu.

Ein gutes Solo braucht immer erst einmal eine Idee und die baut man weiter aus, auch mithilfe der Band. Die Band macht mit, unterstützt die Idee oder geht manchmal auch konträr dazu auf was ganz anderes.

Wenn ich auf einer Session bin und der Saxophonist vor mir ledert ab wie „eine wildgewordenes Tier“ (der hier beschriebene Saxophonist ist eigentlich auf jeder Session dabei, manchmal bin ich das auch selbst 😉 dann spiel ich mein Solo danach komplett anders.

Vielleicht fang ich mit einer ganz leisen und entspannten Melodie an. Wenn die Rhythmusgruppe gut zuhört, steigen die drauf ein und es wird direkt wieder spannend. Hör dir mal die Platte/CD „Kind of Blue“ von Miles an (kennst du ja bestimmt). Wie unterschiedlich die Solisten sind. Die Platte war für mich ein „Aha“ Erlebnis. Immer wenn Miles kommt wird es ruhig und sehr entspannt, aber umso spannender. Er ist ein gutes Beispiel dafür.

Es gibt ein tolles Video von Branford: https://youtu.be/z3sFBk3ZU_o Was er darin über Musik und Improvisation erzählt ist so großartig, dass man es ruhig 3x hintereinander anzuschauen kann. Man lernt sehr viel Grundsätzliches über Musik darin.

Hier sind einige Highlights:
5:28 Playing an Instrument vs. Playing Music
8:27 the Power of the Melody
10:17 Love for Sale (sehr langsam – er spielt es genial anders – da hört man gut wie wichtig die Idee ist…)
11:32 Kommunikation (meiner Meinung nach die beste Stelle im ganzen Video).

Viele Grüße
Bernd

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Will man irgendwann wie Branford Marsalis improvisierte Soli spielen können, die voller Ideen und Inspiration sind, die eine Geschichte erzählen und mit deren Melodien die ganze Band kommuniziert, ist das ein langer Weg. Oh ja!

Die Menge an Technik, die man in seinem Leben übt, ist natürlich eine notwendige Voraussetzung, um überhaupt in die Nähe eines “perfekten Solos” zu kommen. Aber die eigentliche Herausforderung besteht nun darin, alles das im konkreten Spielerlebnis wieder zu vergessen und sich nur auf die Idee und die Musik einzulassen, die im Moment entsteht. Ist beim Solisten viel “Vokabular” vorhanden, kommt auch etwas Interessantes und Spannendes dabei raus. Wichtig sind Offenheit und Aufmerksamkeit für das, was musikalisch um einen herum geschieht. Man hat immer die Ohren weit offen für seine Mitspieler und lässt sich inspirieren. Es ist ein Geben und Nehmen.

Jazz ist eine Sprache und man muss sie wie jede andere “Fremdsprache” immer wieder sprechen, um sie zu lernen. Wenn ich die Sprache lernen will, muss ich mich also ins Getümmel werfen und mit anderen spielen, eine eigene Band gründen, proben, auftreten und dabei wachsen.

Für mich waren 3 Dinge ganz entscheidend, um die Sprache (Jazz) zu lernen.
Sehr viele Platten/CD/Aufnahmen anhören. Die Klassiker, von Blues bis Modern bis Free. Alle Musikstars kennenlernen, ihre Eigenarten, ihren Sound, ihre Ideen, ihre Phrasierung, ihre Rhythmik.
Viele Soli selbst nachspielen. Transkriptionen schreiben und versuchen diese wie das Original zu spielen. Imitieren, mit der Aufnahme mitspielen, mit Playbacks mitspielen, sich selbst aufnehmen und immer wieder hören, was die anders machen.
Mit anderen Musikern zusammen spielen. Eigene Stücke schreiben, Cover-Versionen spielen….Spielen, Spielen, Spielen.

Was das ganze Vorhaben noch beschleunigt, ist ein guter Lehrer. Manchmal fährt sich das Hinterrad irgendwo fest und ohne fremde Hilfe kommt man sehr schwer wieder auf die Straße. Da hilft ein guter Lehrer und er kann dir auch helfen zu entscheiden welche Sachen wichtig sind und welche nicht….

https://saxvideotraining.com

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Das beste Saxophon Mundstück? Welches Mundstück für Anfänger?

Das beste Saxophon Mundstück? Gibts das überhaupt?

SOUND, ist mit Abstand das wichtigste Thema beim Saxophonspielen. Wenn du keinen guten Sound hast, hört man dir nicht gerne zu.

Um einen guten Sound zu entwickeln, muss man einerseits sehr viele Tonübungen machen: Longtones, Dynamikübungen, Intonation, Zungentechnik. Aber andererseits braucht man auch gute Voraussetzungen, wie das passende Mundstück.

Da jeder Mund anders geformt ist, sind auch die Möglichkeiten der Mundstückwahl sehr vielfältig. Der Sound beim Saxophon wird natürlich hauptsächlich vom Saxophonspieler geformt und zu einem geringeren Anteil vom Setup (Als Setup bezeichnet man das Equipment: Instrument, Mundstück, Blattschraube, Blatt). Nimmt man sich das Setup vor, so kann man sagen, dass der für den Sound verantwortliche Anteil daraus zu ungefähr 20% durch das Blatt, 30% das Saxophon und 50% durch das Mundstück entsteht. Das ist nicht wissenschaftlich nachgewiesen. Das ist nur meine eigene Meinung. Ich kann natürlich auch falsch liegen.

Ein gutes Mundstück sollte in allen Registern eine bequeme Ansprache des Tons gewährleisten, die individuelle Soundvorstellung unterstützen und je nach Geschmack eine große dynamische Spanne aufweisen. Das Saxophon Mundstück ist quasi das Verbindungsstück von Mensch und Instrument. Schaut man sich auf dem aktuellen Bläsermarkt einmal genauer um, findet man eine schier unfassbare Menge verschiedener Mundstück-Hersteller, -Modelle, und -Materialien etc. Es ist also nicht ganz so einfach das richtige Mundstück für sich zu finden.

Welche Unterschiede gibt es bei Saxophon-Mundstücken?

Was bedeutet die Bahnöffnung

Jedes Saxophon-Mundstück hat eine Bahn. Diese Bahn hat eine bestimmte Öffnung und eine bestimmte Länge. Der Begriff Bahnöffnung bezieht sich auf den Abstand zwischen der Blattspitze und der Mundstückspitze (Wenn man im Profil, also von der Seite auf das Mundstück schaut). Für die Größe dieses Abstandes gibt es je nach Hersteller unterschiedliche Bezeichnungen/Maßeinheiten. Viele nutzen ein einfaches Zahlensystem von 4 bis 10. Es gibt aber auch Buchstabenbezeichnungen (C bis G), Dezimalzahlen, Sternchen oder alles in Kombination. Zusammenfassend kann man sagen, dass kleine Zahlen bzw. die ersten Buchstaben des Alphabets, geschlossenere (kleinere/enge)  Bahnen bedeuten. Je höher die Zahl oder der Buchstabe, desto offener ist die Bahn. Sternchen bedeuten meist eine Zwischengrößen, z.B. 6* = 6,5.

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Offene oder geschlossene Bahnen bei Mundstücken

Bei einer offenen Bahn hat das Blatt viel Platz für die Schwingung. Dadurch kann der Saxophonist lauter spielen und der Sound wird voluminöser, mit mehr “Hauchklang”  und “fetter”. Der Ton kann bei offenen Mundstücken durch die Veränderung der Lippenspannung sehr flexibel geformt werden. Dadurch sind stilistische Effekte wie starkes Vibrato, Glissando und Slides problemlos möglich. Das bedeutet, der Spieler kann den Ton leicht nach oben oder unten biegen. Die Kontrolle über die Intonation wird bei offenen und langen Bahnen allerdings schwieriger. Es braucht schon einiges an Erfahrung, damit eine gute Kontrolle möglich wird. Auf offenen Mundstücken werden oft leichtere (weichere) Blättchen gespielt, da es mehr Kraft braucht, die Schwingung zu erzeugen.

Für Anfänger ohne geschulten Ansatz eignen sich am Besten enge Bahnöffnungen mit leichten Blättern. Enge und mittlere Bahnöffnungen mit langen Bahnen und härteren Blättern bewirken einen konzentrierten Ton und eine hohe Kontrolle über Intonation und Ansprache, auch bei sehr schwierigen Passagen. Solche Kombinationen werden vorwiegend von Saxophonisten aus dem klassischen Bereich bevorzugt.

Spielt man auf engen Mundstücken mit sehr weichen Blätter (1 oder 1,5), kann es passieren, dass der Spieler das Blättchen an die Mundstückwand drückt und somit das Mundstück vorne an der Spitze verschließt (Er drückt es zu). Dann schwingt nichts mehr. Es kommt kein Ton aus dem Saxophon. Die Bahnöffnung steht also in Relation zur Blattstärke. Die Bahnöffnung hat zwar einen Einfluss auf den Klang, muss aber den anatomischen Gegebenheiten und den musikalischen Vorstellungen des Spielers entsprechen.

 

Kombinationen von Bahnöffnung und Blattstärke

Bahnöffnung 4-5 = Blattstärke 3 – 4
Bahnöffnung 6-7 = Blattstärke 2,5 – 3,5
Bahnöffnung 8-9 = Blattstärke 2 – 3

Wie wirkt sich die Bahnlänge auf die Ansprache aus?

Mit zunehmender Bahnöffnung verlängert sich meistens auch die Bahnlänge, wobei jeder Hersteller sein eigenes Süppchen kocht und auf ein bestimmtes (optimales) Verhältnis schwört. So können bei vergleichbaren Öffnungen die Bahnlängen unterschiedlich sein oder anders herum. Selmer verwendet für neun verschiedene Öffnungen immer die gleiche Bahnlänge, während Otto Link insgesamt fünf verschiedene Bahnlängen anbietet.

Da jeder Mund anders geformt ist und jeder Mensch andere Zahn- und Kieferstellungen hat, ist das Spielgefühl jedes Saxophonisten sehr subjektiv. So kann das Resultat im Sound bei gleicher Blatt- und Mundstück Kombination für jeden Spieler sehr unterschiedlich sein.

Grundsätzlich kann man sagen: Je länger die Bahn, desto leichter ist die Ansprache. Nimmt man als Beispiel 2 Mundstücke mit identischer Bahnöffnung (z.B. 7*), aber unterschiedlichen Bahnlängen, so bietet das Mundstück mit der längeren Bahn weniger Blaswiderstand.

Aus welchem Material sind Saxophon-Mundstücke gemacht?

Mundstücke werden aus unterschiedlichen Materialien hergestellt. Es gibt sie aus Stahl, Bronze, Messing, Kunststoff, Ebonit/Kautschuk, Holz, Kristallglas oder Keramik. Das Material bestimmt auch den teilweise den Sound bzw. die Lautstärke. Ein Metallmundstück klingt oft etwas strahlender, brillanter und durchdringender als ein Kunststoff- oder Ebonit-Mundstück. Das Material darf allerdings für die Klangeigenschaften nicht überbewertet werden. Der Sound entsteht immer noch durch den Spieler und seine Tonvorstellung. Das tollste Mundstück der Welt bringt nichts, wenn der Saxophonist von Hause aus einen schrecklichen Sound hat.

Welches Saxophon-Mundstück ist gut?

Beim Neukauf eines Saxophons ist immer ein Mundstück dabei. Es sind typische Standard- Mundstücke, z.B. das 4c von Yamaha oder Jupiter. Für Neulinge ist das völlig ausreichend. Erst mal soll der Anfänger überhaupt einen Ton aus dem Saxophon bekommen. Dafür sind diese Mundstücke perfekt. Der Saxophon-Anfänger hat weder die Power noch die Muskeln, um große Bahnöffnungen bedienen zu können. Das wäre viel zu anstrengend! Am Anfang ist förderlich, kleine Bahnöffnungen und leichte Blätter zu wählen, da sich der Ansatz und das Luftvolumen erst entwickeln muss. Das ist durchaus mit  Sport zu vergleichen. Als untrainierte Coach-Potato, kannst du auch keinen Marathon rennen. Sobald sich die Muskulatur nach einigen Monaten entwickelt hat, kann man auch mal ein Saxophon Mundstücke mit größerer Öffnung ausprobieren. Viel ausprobieren ist die Devise!

Worauf soll ich achten, bei einem neuen Mundstück?

Wie ist mein erster Eindruck? Gefällt mir der Sound? Spielt es leicht bzw. spricht es in allen Lagen gut an? Klingt es wärmer oder brillanter im Vergleich zum alten Mundstück? Wie verhalten sich die Töne im hohen und tiefen Register? Ist der Sound fett oder schrill? Wie leicht kommen die Subtones raus? Sprechen die tiefen Töne gut und leicht an oder muss ich den Ansatz stark verändern um einen Ton zu erzeugen? Das sind nur einige Fragen, die du dir stellen solltest. Du solltest auch mit dem gleichen Mundstück verschiedene Blattstärken ausprobieren.

Hört sich anstrengend an, oder? Ja, das ist es leider auch!

Es ist fast eine Wissenschaft für sich, das perfekte Mundstück zu finden, und oft eine lebenslange Reise, auf die sich der Saxophonist begibt. Für manche Spieler hat das Mundstückthema sogar zu einer Form von Psycho-Krankheit geführt. Es klingt zwar lustig, aber ich kenne Saxophonisten, die durch ihre Mundstück-Sammelwut bei Psychiatern gelandet sind. Kein Witz! Letztendlich muss dir das Gesamtpaket zusagen und du musst damit Freude am Spielen haben.

Einige gute Saxophon-Mundstück-Marken

  • Otto Link Tone Edge (Ebonit)
  • Otto Link Super Tonemaster (Metall)
  • Meyer USA
  • Berg Larsen (Ebonit und Metall)
  • Vandoren V16 (Ebonit und Metall)
  • Selmer Soloist
  • Jody Jazz
  • Lebayle
  • Aaron Drake
  • Gottsu
  • Francois Louis
  • Theo Wanne
  • Yanagisawa

Vergleichstabelle der Bahnöffnungen (Alto Saxophon)

  

Vergleichstabelle der Bahnöffnungen (Tenor Saxophon)

 

 

Welche Rolle spielt die Kammer des Mundstücks?

Der Innenraum des Mundstücks wird auch als Kammer bezeichnet. Die Größe und Form der Kammer hat Einfluß auf verschiedene Bereiche des Sounds: die Intonation, Volumen, Klangfarbe. Es gibt Mundstücke mit unterschiedlich großen Kammern. Manche Hersteller bieten das gleiche Mundstück mit mehreren Kammergrößen an. Die Kammergröße ändert sich auch dann, wenn man das Mundstück auf den S-Bogen Kork schiebt. Je weiter das Mundstück auf dem Korken sitzt, desto kleiner wird seine Kammer im inneren. Logisch, oder?

Jetzt bist du an der Reihe!

Mit dieser großen Menge an Informationen hast du einiges an fundamentalem Wissen für eine gewissenhafte Entscheidung von mir bekommen. Am Ende hilft dir theoretisches Wissen aber nur teilweise. Das Wichtigste vor einem Mundstückkauf ist, dass du dir vor Ort die verschiedenen Mundstücke genau anschaust und anspielst. Es geht immer um das richtige Gefühl. Wie gefällt mir der Sound, die Ansprache, usw? Wenn du selbst noch kein anderes Mundstück probiert hast, nimm dir einen fähigen Saxophonisten mit ins Geschäft. Er soll dir die verschiedenen Mundstücke anspielen, oder dir zuhören und dir Tipps geben.

Viel Erfolg bei der Suche.

 

Ciao, ciao, euer Bernd

 

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