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Saxophon Blätter – Die Qual der Wahl

Saxophon Blätter - Welche sind gut? Jeder Saxophonist kennt das Problem: Das Lieblingsblatt ist nach einigen Wochen nicht mehr ganz so flexibel.

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Saxophon Blätter – Welche sind gut?

Jeder Saxophonist kennt das Problem:

Das Lieblingsblatt ist nach einigen Wochen nicht mehr ganz so flexibel. Es klingt auf einmal sehr flach und die Intonation ist schwieriger geworden. Jetzt muss ein neues „bestes“ Blatt gefunden werden, und das ist leider oft schwieriger als gedacht.

Die Auswahl an Blättermarken ist riesig. Jede Menge verschiedener Hersteller konkurrieren auf dem Holzbläsermarkt mit den tollsten Blättern. Es wird „hand-selected“, „filed“, „double-cut“ und „moistured“. Oh je, was soll man denn da jetzt nehmen.

Ich persönlich probiere immer wieder neue Marken und Hersteller aus. Ich bin also nicht festgelegt auf eine bestimmte Blättermarke.

Dabei mache ich immer wieder positive Erfahrungen und finde neue „Lieblingsblätter“, zumindest temporär.

Ich habe euch im nachfolgenden Post eine kleine Sammlung an nützlichen Ratgebern zusammengestellt. Ich hoffe es hilft euch ein wenig bei eurer Suche nache dem perfekten Blatt und bei der Vorbereitung.

 

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Das beste Saxophon Mundstück? Welches Mundstück für Anfänger?

Das beste Saxophon Mundstück? Gibts das überhaupt?

SOUND, ist mit Abstand das wichtigste Thema beim Saxophonspielen. Wenn du keinen guten Sound hast, hört man dir nicht gerne zu.

Um einen guten Sound zu entwickeln, muss man einerseits sehr viele Tonübungen machen: Longtones, Dynamikübungen, Intonation, Zungentechnik. Aber andererseits braucht man auch gute Voraussetzungen, wie das passende Mundstück.

Da jeder Mund anders geformt ist, sind auch die Möglichkeiten der Mundstückwahl sehr vielfältig. Der Sound beim Saxophon wird natürlich hauptsächlich vom Saxophonspieler geformt und zu einem geringeren Anteil vom Setup (Als Setup bezeichnet man das Equipment: Instrument, Mundstück, Blattschraube, Blatt). Nimmt man sich das Setup vor, so kann man sagen, dass der für den Sound verantwortliche Anteil daraus zu ungefähr 20% durch das Blatt, 30% das Saxophon und 50% durch das Mundstück entsteht. Das ist nicht wissenschaftlich nachgewiesen. Das ist nur meine eigene Meinung. Ich kann natürlich auch falsch liegen.

Ein gutes Mundstück sollte in allen Registern eine bequeme Ansprache des Tons gewährleisten, die individuelle Soundvorstellung unterstützen und je nach Geschmack eine große dynamische Spanne aufweisen. Das Saxophon Mundstück ist quasi das Verbindungsstück von Mensch und Instrument. Schaut man sich auf dem aktuellen Bläsermarkt einmal genauer um, findet man eine schier unfassbare Menge verschiedener Mundstück-Hersteller, -Modelle, und -Materialien etc. Es ist also nicht ganz so einfach das richtige Mundstück für sich zu finden.

Welche Unterschiede gibt es bei Saxophon-Mundstücken?

Was bedeutet die Bahnöffnung

Jedes Saxophon-Mundstück hat eine Bahn. Diese Bahn hat eine bestimmte Öffnung und eine bestimmte Länge. Der Begriff Bahnöffnung bezieht sich auf den Abstand zwischen der Blattspitze und der Mundstückspitze (Wenn man im Profil, also von der Seite auf das Mundstück schaut). Für die Größe dieses Abstandes gibt es je nach Hersteller unterschiedliche Bezeichnungen/Maßeinheiten. Viele nutzen ein einfaches Zahlensystem von 4 bis 10. Es gibt aber auch Buchstabenbezeichnungen (C bis G), Dezimalzahlen, Sternchen oder alles in Kombination. Zusammenfassend kann man sagen, dass kleine Zahlen bzw. die ersten Buchstaben des Alphabets, geschlossenere (kleinere/enge)  Bahnen bedeuten. Je höher die Zahl oder der Buchstabe, desto offener ist die Bahn. Sternchen bedeuten meist eine Zwischengrößen, z.B. 6* = 6,5.

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Offene oder geschlossene Bahnen bei Mundstücken

Bei einer offenen Bahn hat das Blatt viel Platz für die Schwingung. Dadurch kann der Saxophonist lauter spielen und der Sound wird voluminöser, mit mehr “Hauchklang”  und “fetter”. Der Ton kann bei offenen Mundstücken durch die Veränderung der Lippenspannung sehr flexibel geformt werden. Dadurch sind stilistische Effekte wie starkes Vibrato, Glissando und Slides problemlos möglich. Das bedeutet, der Spieler kann den Ton leicht nach oben oder unten biegen. Die Kontrolle über die Intonation wird bei offenen und langen Bahnen allerdings schwieriger. Es braucht schon einiges an Erfahrung, damit eine gute Kontrolle möglich wird. Auf offenen Mundstücken werden oft leichtere (weichere) Blättchen gespielt, da es mehr Kraft braucht, die Schwingung zu erzeugen.

Für Anfänger ohne geschulten Ansatz eignen sich am Besten enge Bahnöffnungen mit leichten Blättern. Enge und mittlere Bahnöffnungen mit langen Bahnen und härteren Blättern bewirken einen konzentrierten Ton und eine hohe Kontrolle über Intonation und Ansprache, auch bei sehr schwierigen Passagen. Solche Kombinationen werden vorwiegend von Saxophonisten aus dem klassischen Bereich bevorzugt.

Spielt man auf engen Mundstücken mit sehr weichen Blätter (1 oder 1,5), kann es passieren, dass der Spieler das Blättchen an die Mundstückwand drückt und somit das Mundstück vorne an der Spitze verschließt (Er drückt es zu). Dann schwingt nichts mehr. Es kommt kein Ton aus dem Saxophon. Die Bahnöffnung steht also in Relation zur Blattstärke. Die Bahnöffnung hat zwar einen Einfluss auf den Klang, muss aber den anatomischen Gegebenheiten und den musikalischen Vorstellungen des Spielers entsprechen.

 

Kombinationen von Bahnöffnung und Blattstärke

Bahnöffnung 4-5 = Blattstärke 3 – 4
Bahnöffnung 6-7 = Blattstärke 2,5 – 3,5
Bahnöffnung 8-9 = Blattstärke 2 – 3

Wie wirkt sich die Bahnlänge auf die Ansprache aus?

Mit zunehmender Bahnöffnung verlängert sich meistens auch die Bahnlänge, wobei jeder Hersteller sein eigenes Süppchen kocht und auf ein bestimmtes (optimales) Verhältnis schwört. So können bei vergleichbaren Öffnungen die Bahnlängen unterschiedlich sein oder anders herum. Selmer verwendet für neun verschiedene Öffnungen immer die gleiche Bahnlänge, während Otto Link insgesamt fünf verschiedene Bahnlängen anbietet.

Da jeder Mund anders geformt ist und jeder Mensch andere Zahn- und Kieferstellungen hat, ist das Spielgefühl jedes Saxophonisten sehr subjektiv. So kann das Resultat im Sound bei gleicher Blatt- und Mundstück Kombination für jeden Spieler sehr unterschiedlich sein.

Grundsätzlich kann man sagen: Je länger die Bahn, desto leichter ist die Ansprache. Nimmt man als Beispiel 2 Mundstücke mit identischer Bahnöffnung (z.B. 7*), aber unterschiedlichen Bahnlängen, so bietet das Mundstück mit der längeren Bahn weniger Blaswiderstand.

Aus welchem Material sind Saxophon-Mundstücke gemacht?

Mundstücke werden aus unterschiedlichen Materialien hergestellt. Es gibt sie aus Stahl, Bronze, Messing, Kunststoff, Ebonit/Kautschuk, Holz, Kristallglas oder Keramik. Das Material bestimmt auch den teilweise den Sound bzw. die Lautstärke. Ein Metallmundstück klingt oft etwas strahlender, brillanter und durchdringender als ein Kunststoff- oder Ebonit-Mundstück. Das Material darf allerdings für die Klangeigenschaften nicht überbewertet werden. Der Sound entsteht immer noch durch den Spieler und seine Tonvorstellung. Das tollste Mundstück der Welt bringt nichts, wenn der Saxophonist von Hause aus einen schrecklichen Sound hat.

Welches Saxophon-Mundstück ist gut?

Beim Neukauf eines Saxophons ist immer ein Mundstück dabei. Es sind typische Standard- Mundstücke, z.B. das 4c von Yamaha oder Jupiter. Für Neulinge ist das völlig ausreichend. Erst mal soll der Anfänger überhaupt einen Ton aus dem Saxophon bekommen. Dafür sind diese Mundstücke perfekt. Der Saxophon-Anfänger hat weder die Power noch die Muskeln, um große Bahnöffnungen bedienen zu können. Das wäre viel zu anstrengend! Am Anfang ist förderlich, kleine Bahnöffnungen und leichte Blätter zu wählen, da sich der Ansatz und das Luftvolumen erst entwickeln muss. Das ist durchaus mit  Sport zu vergleichen. Als untrainierte Coach-Potato, kannst du auch keinen Marathon rennen. Sobald sich die Muskulatur nach einigen Monaten entwickelt hat, kann man auch mal ein Saxophon Mundstücke mit größerer Öffnung ausprobieren. Viel ausprobieren ist die Devise!

Worauf soll ich achten, bei einem neuen Mundstück?

Wie ist mein erster Eindruck? Gefällt mir der Sound? Spielt es leicht bzw. spricht es in allen Lagen gut an? Klingt es wärmer oder brillanter im Vergleich zum alten Mundstück? Wie verhalten sich die Töne im hohen und tiefen Register? Ist der Sound fett oder schrill? Wie leicht kommen die Subtones raus? Sprechen die tiefen Töne gut und leicht an oder muss ich den Ansatz stark verändern um einen Ton zu erzeugen? Das sind nur einige Fragen, die du dir stellen solltest. Du solltest auch mit dem gleichen Mundstück verschiedene Blattstärken ausprobieren.

Hört sich anstrengend an, oder? Ja, das ist es leider auch!

Es ist fast eine Wissenschaft für sich, das perfekte Mundstück zu finden, und oft eine lebenslange Reise, auf die sich der Saxophonist begibt. Für manche Spieler hat das Mundstückthema sogar zu einer Form von Psycho-Krankheit geführt. Es klingt zwar lustig, aber ich kenne Saxophonisten, die durch ihre Mundstück-Sammelwut bei Psychiatern gelandet sind. Kein Witz! Letztendlich muss dir das Gesamtpaket zusagen und du musst damit Freude am Spielen haben.

Einige gute Saxophon-Mundstück-Marken

  • Otto Link Tone Edge (Ebonit)
  • Otto Link Super Tonemaster (Metall)
  • Meyer USA
  • Berg Larsen (Ebonit und Metall)
  • Vandoren V16 (Ebonit und Metall)
  • Selmer Soloist
  • Jody Jazz
  • Lebayle
  • Aaron Drake
  • Gottsu
  • Francois Louis
  • Theo Wanne
  • Yanagisawa

Vergleichstabelle der Bahnöffnungen (Alto Saxophon)

  

Vergleichstabelle der Bahnöffnungen (Tenor Saxophon)

 

 

Welche Rolle spielt die Kammer des Mundstücks?

Der Innenraum des Mundstücks wird auch als Kammer bezeichnet. Die Größe und Form der Kammer hat Einfluß auf verschiedene Bereiche des Sounds: die Intonation, Volumen, Klangfarbe. Es gibt Mundstücke mit unterschiedlich großen Kammern. Manche Hersteller bieten das gleiche Mundstück mit mehreren Kammergrößen an. Die Kammergröße ändert sich auch dann, wenn man das Mundstück auf den S-Bogen Kork schiebt. Je weiter das Mundstück auf dem Korken sitzt, desto kleiner wird seine Kammer im inneren. Logisch, oder?

Jetzt bist du an der Reihe!

Mit dieser großen Menge an Informationen hast du einiges an fundamentalem Wissen für eine gewissenhafte Entscheidung von mir bekommen. Am Ende hilft dir theoretisches Wissen aber nur teilweise. Das Wichtigste vor einem Mundstückkauf ist, dass du dir vor Ort die verschiedenen Mundstücke genau anschaust und anspielst. Es geht immer um das richtige Gefühl. Wie gefällt mir der Sound, die Ansprache, usw? Wenn du selbst noch kein anderes Mundstück probiert hast, nimm dir einen fähigen Saxophonisten mit ins Geschäft. Er soll dir die verschiedenen Mundstücke anspielen, oder dir zuhören und dir Tipps geben.

Viel Erfolg bei der Suche.

 

Ciao, ciao, euer Bernd

 

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Saxophon Mundstück Bahnöffnung und Blätter (Reeds) – Saxophon lernen


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Das Saxophon-Mundstück

Es gibt verschiedene Unterscheidungsmerkmale bei Mundstücken, die den Klang und die Ansprache beeinflussen: Bahnöffnung, Bahnlänge, Kammer, Gegenwand, Material

Eine große Auswahl an Saxophon Mundstücken und Blättern findet ihr hier: http://www.saxophon-service.de

Die Bahnöffnung

Die Bahnöffnung ist der Spalt zwischen der Mundstückspitze und der Blattspitze, durch den der vordere Teil des Blattes zum schwingen kommt. Je größer die Bahnöffnung, desto größer die Blattschwingung. Verschiedene Hersteller verwenden unterschiedliche Bezeichnungen der Bahnöffnung: Der Hersteller Selmer verwendet die Buchstaben C bis F, Bei Otto Link stehen die Nummern 5 bis 10, bei Berg Larson Mundstücken findet man Bezeichnungen wie 90 bis 120.

Die Ansprache bei verschiedenen Bahnöffnung ist durch die individuelle Mundform des Spielers sehr subjektiv. Allgemein kann man aber sagen: Je offener die Bahn, desto mehr Kraft wird zur Tonerzeugung benötigt (ich muss also stärker reinblasen). Dafür hat ein offenes Mundstück einen größeren Ton (Volumen und Lautstärke). Dies ist automatisch bedingt durch den größeren Blaswiderstand, der überwunden werden muss.

Lautstärke und Dynamik wird durch die Luftmenge beeinflußt. Bei engeren Bahnen schwingt das Blatt weniger stark, somit ist der Dynamikbereich kleiner. Anfänger ohne Ansatz sind enge Bahnöffnungen und leichte Blättern (1,5 oder 2) besser geeignet. Eine bessere Kontrolle über die Intonation und die Ansprache, wird durch mittlere (bis enge) Bahnöffnungen mit langen Bahnen und härteren Blättern erreicht. Jene Kombinationen werden meist von klassischen Saxophonisten genutzt.

Bei offeneren Bahnen entsteht ein voluminöser Ton und mehr Hauchklang. Der Ton kann mit der Spannung des Mundes und der Lippen flexibler geformt werden. Gerade im Pop, Jazz und Rockbereich ein wichtiges Qualitätsmerkmal!
Um das ideale Mundstück zu entdecken, muss der Spieler viele verschiedene Kombinationen (Öffnung zu Blattstärke) ausprobieren.

Die Kammer

Der Mundstück-Innenraum wird als Kammer bezeichnet und beeinflusst das Sound-Volumen. Die Größe der Kammer hat auch noch Einfluß auf die Intonation. Wenn man das Saxophon stimmt wird die Position des Mundstücks auf dem Stimmkork verändert, und somit auch das Kammervolumen.

Die Kammerform hat auch großen Einfluß auf die Klangfarbe. Die Gestaltung der Wände und der Gegenwand in vielen verschiedenen Formen angeboten.

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