
3 UNVERZICHTBARE Tipps für einen fantastischen Saxophon Sound


In diesem Video teile ich meine persönliche Geschichte mit Sound und Mundstücken – und wie viel Frust es mir bereitet hat!
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Hallo und herzlich willkommen! Hier ist Bernd von eurem Saxophon-Channel auf YouTube. Ich hoffe, es geht euch gut. Heute möchte ich ein etwas persönlicheres Video machen und über das Thema Sound und Equipment sprechen, insbesondere über Mundstücke. Ich werde euch meinen kleinen Leidensweg in Bezug auf Sound und Mundstücke erzählen.
Lasst uns anfangen: Das hier ist mein erstes Mundstück. Ihr seht, wie fest ich zugebissen habe. Es ist ein Yamaha 4C, ein typisches Anfängermundstück, das oft mit Yamaha Saxophonen geliefert wird. Diese Mundstücke haben eine sehr kleine Bahnöffnung, was es Anfängern erleichtert, sofort einen Ton zu erzeugen. Sie sind gut für die ersten sechs Monate bis ein Jahr des Spiels geeignet.
Am Anfang hat mir niemand erklärt, wie man richtig spielt. Man sagte mir nur, das Instrument zusammenzubauen, das Blatt aufzusetzen und loszulegen. Das führte zu einem sehr festen Ansatz und viel Beißen, was nicht ideal ist. Mit der Zeit habe ich in verschiedenen Bands gespielt, in der Schul-Big-Band und später auch in eigenen Projekten. Ich wollte immer so laut und kraftvoll klingen wie Michael Brecker, was dazu führte, dass ich immer härtere Blätter verwendet und noch fester gebissen habe.
Das Ergebnis war, dass ich mein erstes Mundstück fast durchgebissen habe. Diese Fehler habe ich immer meinen Schülern gezeigt, um zu verdeutlichen, wie man es nicht machen sollte. Mit der Zeit habe ich gelernt, lockerer zu spielen, aber das dauerte lange.
Ich habe eine Liste meiner Mundstücke erstellt, und es sind etwa zehn Stück, die ich durchprobiert habe, bevor ich zu meinem aktuellen Mundstück gekommen bin. Mein aktuelles Mundstück ist ein Aaron Drake, das ich schon einige Jahre spiele. Es ist aus der Master Series und wurde zusammen mit Jerry Bergonzi entwickelt. Es hat eine sehr große Bahnöffnung von 10 Sternen, und ich spiele darauf Dreier-Blätter von verschiedenen Marken, hauptsächlich Rigotti Gold und Woodstone.
Mein Weg zu diesem Mundstück war lang. Ich begann mit dem Yamaha 4C, wechselte dann zu einem Berg Larsen Metallmundstück, einem Dukoff und später zu einem Lakey. Während meines Studiums in Köln habe ich viel über den richtigen Ansatz und Sound gelernt. Mein Lehrer empfahl mir ein Otto Link Metallmundstück, das ich lange spielte, obwohl es zunächst nicht gut klang. Mit der Zeit lernte ich, damit umzugehen.
Später wollte ich einen wärmeren, volleren Sound und wechselte zu einem Otto Link Tone Edge, einem Ebonit-Mundstück. Als ich in einer Band mit Trompete und Posaune spielte, merkte ich jedoch, dass ich mehr Lautstärke brauchte und wechselte wieder zu einem Berg Larsen. Schließlich entdeckte ich das Aaron Drake Mundstück, das ich nun spiele.
Jetzt experimentiere ich wieder ein wenig, um vielleicht einen schärferen Sound zu erreichen. Es ist ein fortlaufender Prozess, der nie endet. Ich würde gerne von euch hören, welche Erfahrungen ihr mit verschiedenen Mundstücken gemacht habt. Schreibt mir in die Kommentare, welches Mundstück ihr benutzt, wie euer Weg war und welche Erkenntnisse ihr gewonnen habt.
Ich hoffe, das Video hat euch gefallen und ihr konntet etwas daraus mitnehmen. Es zeigt, dass selbst professionelle Musiker die gleichen Herausforderungen haben wie Hobbyspieler.
Viel Spaß beim Üben und bis zum nächsten Video!
Euer Bernd
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Heute geht es um die älteste Saxophon-Ansatzübung der Welt: das Spielen langer Noten. Diese Übung wird in unzähligen Tutorials erklärt und ist für Bläser essentiell. Sie sollte regelmäßig, idealerweise täglich, in die Übungsroutine eingebaut werden, sei es als Aufwärmübung oder als fester Bestandteil des Trainings. Das Spielen langer Noten hilft dabei, einen guten Ton zu entwickeln und verschiedene Aspekte der Saxophon-Technik zu verbessern.
Was lernen wir durch das Spielen langer Noten? Es geht nicht nur darum, einen langen Ton ohne Ziel zu spielen, sondern um gezieltes Training. Die Muskulatur um den Mund wird stärker, was es ermöglicht, länger und lockerer zu spielen, ohne zu verkrampfen. Ein lockerer Ansatz ist entscheidend – nicht beißen, sondern entspannt spielen. Je stärker die Muskulatur, desto länger hält man durch und desto weniger verkrampft man.
Vergleicht es mit dem Sport: Wenn die Muskeln nicht fit sind, beginnt man bei bestimmten Übungen schnell zu zittern oder zu verkrampfen. Das Gleiche gilt für die Mundmuskulatur. Ist der Ansatz nicht gut trainiert und man spielt 10 Minuten eine Übung, wird alles irgendwann fester und der Ton quietscht.
Durch das Spielen langer Noten übt man auch die Atmung und Intonation, besonders wenn man mit einem Playback spielt. Es hilft, Kontrolle über den Ansatz zu erlangen und den besten Klang zu finden. Man kann sich voll auf den Ton konzentrieren, da keine anderen Ablenkungen vorhanden sind.
Beginnt in einem leichten Register, oft in der unteren Oktave beim G, und arbeitet euch in andere Bereiche vor, sowohl höher als auch tiefer, um einen gleichmäßigen, entspannten Klang zu entwickeln.
Ich habe eine kleine Eselsbrücke für euch: die 3L-Regel. Das bedeutet, dass ihr locker, lang und mit viel Luft spielen sollt. Achtet darauf, locker zu bleiben, die Note möglichst lange zu halten und viel Luft zu verwenden. Spielt in einer mittleren Lautstärke, etwa mezzopiano.
Jetzt probieren wir das mit dem Ton G in der unteren Oktave. Holt tief Luft, atmet in den Bauch, um möglichst viel Luft aufzunehmen. Spielt den Ton gleichmäßig, ohne Zittern oder Vibrieren, und haltet ihn so lange wie möglich. Macht dann eine kurze Pause, holt Luft und wiederholt die Übung.
Ihr könnt euch dann chromatisch nach oben bewegen, z.B. von G zu Gis, dann A und so weiter, oder nach unten bis zum D. Diese Routine kann täglich als Warm-up dienen. Ihr werdet sehen, dass eure Muskulatur besser wird, ihr länger durchhaltet und euer Ton sich verbessert.
Ich habe ein Playalong-Video für euch vorbereitet, sowohl für Alt- als auch für Tenorsaxophon. Klickt auf das entsprechende Video, um direkt mitzumachen. Es dauert nur ein paar Minuten und ist eine tolle Aufwärmübung. Viel Spaß dabei und bis zum nächsten Video! Euer Bernt. Ciao, ciao!